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Hallo,
die Einschläferung unser kranken Degu-Dame "Emma" war für uns schwer zu verdauen: Hätte es nicht anders ausgehen können? Haben wir alles richtig gemacht? Waren die drei verschiedenen Tierärzte wirklich fachkundig genug, um das Tier zu behandeln? Die Suche nach Antworten führte übers Internet zur Degu-Hilfe Nord. Viele Informationen festigten unseren Verdacht - womöglich lief hier wirklich nicht alles rund. Außerdem folgten weitere Erkenntnisse: Unser Käfig war für unsere vormals drei Degu-Mädels zu klein. Und außerdem wäre eine Vergesellschaftung mit anderen Degus sinnvoll, bevor am Ende ein alter Degu übrig bleibt (von anderer Stelle hatten wir erfahren, dass ältere Degus besser nicht mehr umziehen und vergesellschaftet werden sollten - was nicht stimmt!)
Es folgten spannende Wochen: Wir bestellten uns eine große Voliere und bauten ein kleines Deguparadies - gleich vorbereitet mit einem Trenngitter für eine Vergesellschaftung. Wir haben uns entschieden, vier weitere Degus aus der Obhut des Vereins zu übernehmen, darunter ein knapp drei Monate altes Tier. Und plötzlich war ein Leben in der Bude: Unsere beiden "Alten" waren nicht wieder zu erkennen: aufgedreht und neugierig tobten sie (erst mal nur durch die eine Hälfte) des Käfigs - und vor dem Trenngitter auf und ab. Denn die "Fremden" waren schnell ausgemacht. Die Vergesellschaftung lief nicht so ganz rund: Im neuen Käfig schafften es zweimal Tiere auf die Gegenseite auszubüxen (was einmal gut ging, einmal eher nicht so gut… ). Als das Trenngitter verschwand war die Hölle los: Wir erlebten die Degus, wie wir sie noch nie erlebt hatten: Da wurde gejagt, gebissen und geprügelt - wir waren schockiert! Ohne viele beratende Gespräche mit Katy und Dirk hätten wir das nicht durchgestanden…
Kurz zusammengefasst: Eine der Neuen wurde nicht akzeptiert, zu ihrer eigenen Sicherheit musste sie leider wieder zur DHN zurück - aber sie wurde von ihrem alten Rudel wieder akzeptiert. Unsere beiden "Alten" Lizzy und Trixie sowie die "Neuen" Lara (die Mutige), Lisa (die Meckerliese) und Nesthäkchen Sternchen sind heute - wenn es nicht gerade Erbsenflocken oder Kürbiskerne gibt - eine liebevolle Einheit. Unsere Senioren sind in dem großen Käfig regelrecht aufgeblüht und es macht riesigen Spaß die Tiere zu beobachten - vor allem ihre unterschiedlichen Charaktere. Wenn man die fünf nun kuscheln sieht, glaubt man nicht, dass die Vergesellschaftung anfangs ein schwieriges Unterfangen war.
Wir haben uns zwischenzeitlich dazu entschieden, ebenfalls Mitglieder der DHN zu werden, allein schon aus Hochachtung vor der geleisteten Arbeit und Hilfe! An dieser Stelle nochmal ein großes "Dankeschön" für die vielen Tipps und Beratungen! Übrigens haben wir uns für eine Tierarztpraxis entschieden, die uns leider anderthalb Stunden Fahrtzeit kostet. Aber wir spüren, dass dort echtes Wissen vorhanden ist - und den Tieren wirklich geholfen wird.
Viele Grüße aus Verden,
Anne & Micha K.
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